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»Die WARNEMÜNDER WOCHE ist ein Diamant!«

10.07.2016

„Neue Besen kehren gut!“ Wir kennen alle diese Sprüche mit den „Neuen“. Oft in Kombination mit der offenen oder versteckten Ansage: „Hoppla, jetzt komm ich!“

Peter Ramcke agiert in Warnemünde erstmals als Hauptwettfahrtleiter

Peter Ramcke (Mitte) auf der Pressekonferenz vor der 79. WARNEMÜNDER WOCHE

© Klaus-Dieter Block
Peter Ramcke gehört nicht in diese Kategorie, sondern der neue Hauptwettfahrleiter der WARNEMÜNDER WOCHE zieht es vor, den Segelevent sachlich zu analysieren, zu überlegen und dann Vorschläge zu machen. Am Anfang war ein Anruf von Jürgen Missing. „Er siezte mich“, wunderte sich Peter Ramcke, doch rasch stimmte die „Chemie“, auch weil er schnell merkte, wie der Rheinländer nicht nur sein Herz einbrachte, sondern dass er auch das Herz der „Segelwoche“ wieder entflammt hat.

Nach der 79. Auflage des Segelfestes wundert sich Peter Ramcke, dass es zuvor viele Probleme und Querelen gab, von denen auch er natürlich gehört hat. Und nun: „Ich genieße hier die wunderbare Stimmung!“ Die Segelheimat des Mittfünfzigers, der als Unternehmensberater arbeitet, war und ist der Hamburger Segel-Club – als aktiver Segler und auch heute versucht er wieder, stärker selbst zu segeln. Ziemlich früh hat er seine Leidenschaft als Schiedsrichter und Wettfahrtleiter entdeckt und kann heute auf erfolgreiche Aktivitäten, z.B. bei den Olympischen Spielen in China und London, verweisen.

Aus beruflichen Gründen kann er Rio nicht wahrnehmen. Aber es spielt hier auch hinein, dass Ramcke, die olympischen Entwicklungen, auch beim Segeln, durchaus kritisch sieht. Die fragwürdigen politischen und sozialen Rahmenbedingungen spielen hier ebenso eine Rolle wie die Gefahr der Kommerzialisierung des Segelns bzw. die Dominanz von Sportveranstaltungen als Show. In Warnemünde stehen nach wie vor und sicher auch in Zukunft die Sportler im Mittelpunkt. Das macht die Veranstaltung ebenso aus wie die Rolle der vielen Ehrenamtler und ihr Verhältnis zu den hauptamtlichen Organisatoren, das natürlich immer wieder neu justiert werden muss.

Peter Ramcke bezeichnet die WARNEMÜNDER WOCHE als „Diamanten“. Da ist nicht nur das hervorragende Segelrevier, die kurzen Wege für die Aktiven auf dem Wasser und zum stimmungsvollen Alten Strom und nicht zuletzt die legendäre Atmosphäre auf der Mittelmole.

Peter Ramcke warnt zugleich vor überambitionierten Zielen für das Segelfest. Die Crews der 505er oder der Laser mit Teilnehmern aus über 30 Ländern fühlen sich hier wohl. Das ist kein Plädoyer für Selbstzufriedenheit. Wenn Peter Ramcke sagt, dass wir den Diamanten weiter schleifen müssen, meint er, dass das vorhandene Potential, z.B. bei der Werbung neuer Klassen oder bei der weiteren Qualifizierung der Wettfahrtregularien stärker genutzt werden kann.

Das ist letztlich keine Frage eines „neuen Besens“, sondern erfordert die Sichten und Aktivitäten die Peter Ramcke einbringt. Ihm und dem Team der WARNEMÜNDER WOCHE viel Erfolg dabei!

 

vom 7. bis 15. Juli 2018