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Integration durch Sport - auch auf der WARNEMÜNDER WOCHE

05.07.2016

Besucher der letzten WARNEMÜNDER WOCHE werden sich noch an die beeindruckende Kunstaktion „MS Anton“ erinnern – ein Flüchtlingsboot mit 70 lebensgroßen Bronzeskulpturen, das auf das Schicksal hunderttausender Menschen auf der Flucht aufmerksam machen wollte. Bis dahin schien die Thematik weit entfernt von Deutschland. Nur wenige Wochen nach der Veranstaltung aber überschlugen sich die Ereignisse und Medien berichteten täglich von neuen Schiffsunglücken mit hunderten Verunglückten.

Trommeln gegen Trübsal

Musik verbindet - hier z.B. bei der FashionWeek.connected

© Stina Worttmann

Die erste Station, für alle, die es nach der gefährlichen Flucht bis Deutschland geschafft haben, ist die Erstaufnahmeeinrichtung. Auch in Rostock fanden hunderte Menschen unter anderem aus Syrien, Irak und Afghanistan Schutz. Schnell organisierte sich ein großes Netzwerk, unter der Leitung von Rostock hilft!, aus freiwilligen und ehrenamtlichen Helfern, die sich um Deutschkurse, Unterkünfte, Amtsgänge und Arztbesuche kümmerten.

Nun, da viele Neuankömmlinge ein Bleiberecht und einen festen Wohnsitz haben, liegt der Fokus auf der Strukturierung des neuen Lebens in Deutschland. Auch dabei gibt es viele gute Ideen und Hilfe von allen Seiten. Um der Langeweile vorzubeugen, organisierte Basti Bening von der Musikschule „Vierteltakt – Die alternative Musikschule“ Trommelunterricht. Sein Projekt „Trommeln gegen Trübsal“ gibt es bereits seit drei Jahren und wird toll angenommen: „Das Interesse ist groß. Wir haben nur zu wenig Trommeln“. Während des FashionWeek.connected Modelcastings am vergangenen Samstag in der Sport & Beach Arena konnte man sie bereits hören. Die nächste Gelegenheit gibt es dann zur Hanse Sail, am 13. August in der Halle 207.

Heute dabei sein ab 18.30 Uhr - in der Sport & Beach Arena

Die PSV Gruppe vom "Muay Thai" hat bereits letzte Woche am Strand trainiert

© Jacqueline Einfeldt

Vor knapp einem Jahr machte sich auch der syrische Nationaltrainer im Thaiboxen auf den gefährlichen Weg in eine sicherere Zukunft. In Rostock angekommen blieb Rateb Hatahet vorerst nichts anderes übrig, als abzuwarten. Doch abwarten war nichts für ihn. Er wendete sich an den PSV Rostock e.V. und fragte, ob er in den Räumlichkeiten trainieren könne. Der PSV war begeistert. Dies liegt nun ein halbes Jahr zurück und seitdem ist der gebürtige Syrer Trainer für Muay Thai beim Verein, trainiert erfolgreich bis zu 30 Erwachsene und seit kurzem auch eine Kindergruppe. Wer sich unter Muay Thai nichts vorstellen kann oder gern wieder anfangen möchte, der sollte heute, am Dienstag, den 5. Juli um 18.30 Uhr beim offenen und kostenlosen Training an der Sport & Beach Arena vorbeischauen. Bis nächste Woche könnt ihr dienstags und donnerstags, von 18.30 bis 20.00 Uhr mitschwitzen. Übrigens vertritt die Sparte Muay Thai den PSV Rostock e.V. auch beim 21. Drachenbootrennen am Samstag, den 9. Juli, teil. Wenn das mal keine starke Konkurrenz ist, liebe Seebären Uni Rostock. „Alle freuen sich schon drauf“, so Jacqueline Einfeldt vom PSV. Wir uns auch!

 

vom 7. bis 15. Juli 2018