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Jürgen Bohn steht an der Spitze des WSC

08.07.2014

Jürgen Bohn steht an der Spitze des WSC

Jürgen Bohn, Vorsitzender des Warnemünder Segel-Clubs

© Klaus-Dieter Block

Jürgen Bohn ist seit dem Frühjahr 2014 Vorsitzender des Warnemünder Segel-Clubs (WSC). Eigentlich wollte er mit dem Start in diese ehrenamtliche Funktion noch warten bis er 2015 im Ruhestand ist. Der Mittsechziger ließ sich dann wohl doch „drängen“ und das Wahlergebnis von über 90% für Jürgen Bohn zeigt wohl auch, dass die Mitglieder auf ihn warten. Und so muss  der frisch gewählte Vereinsvorsitzende noch bis Ende des Jahres auf „zwei Hochzeiten tanzen“.

Beruflich ist der Maschinenbaumeister und Vorhandwerker seit über vier Jahrzehnten mit der Marine „liiert“, arbeitet in der Außenstelle Warnemünde des Marinearsenals Kiels und ist dafür verantwortlich, dass die „Grauen Schiffe“ permanent fahr- und einsatzbereit sind. Die „Doppelaufgabe“ ist für ihn nichts Neues, denn seine intensive Trainer- und Betreuertätigkeit im Segelsport wurde auch dadurch möglich, dass ihn die Marine als Arbeitgeber an den Nachmittagen der Werktage „freistellte“. Diese Maßnahme hat sich gelohnt! Zunächst für die Marine selbst, denn Bohn hat als Nationalcoach der Militärsegler mit seinen Teams Medaillen für Deutschland gewonnen. Im „zivilen“ Segelsport kann Jürgen Bohn auf eine beachtliche Bilanz verweisen. „Rund 100 Kinder und Jugendliche haben bei mir das Segeln gelernt.“ Einige davon, wie Mike Knobloch oder seine Tochter Ines wurden später Weltmeister oder sind, wie sein Sohn Matthias, in der internationalen Spitze mitgesegelt.

Dass der Trainer auch Schiedsrichter und Wettfahrtleiter ist, spricht ebenso dafür, dass Jürgen Bohn ein Segler mit überdurchschnittlicher Leidenschaft ist, wie die Urlaubstörn mit seiner Frau im eigenen Boot. Also bestens geeignet für den Vorstandsvorsitz in einem Segelclub? „Langsam, langsam“, meint Jürgen Bohn. Er hat Respekt vor der neuen Aufgabe. Er ist kein Typ aus der Kategorie „Hoppla, jetzt komm ich!“, sondern möchte sich Schritt für Schritt an die neue Aufgabe herantasten. So zum Beispiel mit der Durchsicht der Verträge und mit vielen individuellen Gesprächen, um ein möglichst objektives Bild zu bekommen.

Die fundierte Urteilsfindung spricht ebenso für ihn, wie die Ansage, dass mit ihm Arroganz, Sturheit oder Unsachlichkeiten innerhalb des Vereins oder gegenüber Partnern, z.B. in der Hansestadt, keine Chance haben. Klärende Gespräche und Offenheit sind für ihn die Mittel, um Rostock wieder zu einer   Segelstadt mit hohem Anspruch zu machen. Bohn setzt dabei zum Beispiel auf den „Rostocker Regatta Verein“ mit zehn Segelvereinen der Hansestadt, der zur 78. WARNEMÜNDER WOCHE 2015 durchaus ein oder zwei Bahnen betreuen könnte.

Die Präsentation der Bundespolizei auf der diesjährigen maritimen Veranstaltung zeigt, was alles möglich ist.  Die Deutsche Marine, da ist sich Bohn sicher, wird nach längerer Pause im nächsten Jahr auch wieder dabei sein. Der Zettel seiner künftigen Schwerpunkte füllt sich und es werden bis zum Jahresende noch einige hinzukommen. Aber der Kurs scheint jetzt schon klar. Viel Erfolg, Jürgen Bohn!

vom 7. bis 15. Juli 2018