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Up & Down - beim Segeln und beim Wetter

03.07.2016

Joachim Hellmich, Projektmanager der Deutschen Segel-Bundesliga, resümiert die ersten beiden Tage der neuen Deutschen Junioren Segel-Liga: „Es gibt hier tollen Sport von motivierten jungen Leuten zu sehen. Trotz der schwierigen Wetterbedingungen sind alle begeistert und wir ziehen unser Programm bestmöglich durch.“

Junioren Segel-Liga im Segelstadion

Die ZK10 Kutter verabschiedeten sich heute bereits aus dem Ostseebad

© Pepe Hartmann

Für die gute Stimmung ist unter anderem der Moderator Dr. Martin Setzkorn, selbst erfahrener Segler, verantwortlich. Das Segelstadion ist während der WARNEMÜNDER WOCHE ein beliebter Treff für die Segelszene. Organisatoren, Segeleltern und alle anderen Sportbegeisterten kommen hier ins Gespräch und können den Nachwuchs hautnah beim Wettkampf anfeuern.

Riesiges Laser-Starterfeld, Kutter-Gewinner und Hansestadt-Sieger bei den Up & Downs

Das Team aus Singapur ist mit fünf Laserseglern bei der 79. WW vertreten

© Pepe Hartmann

Der Laser Europa Cup musste heute aufgrund einer Gewitterwarnung am Nachmittag unterbrochen werden. Wettfahrtleiterin der Laser Radial, Svenja Ehrmann, ist trotzdem mit dem Segeltag zufrieden: „Wir konnten heute morgen pünktlich starten und hatten tolle Windbedingungen. Da das Starterfeld recht groß ist, dauert es jedoch über eine Stunde, bis alle wieder im sicheren Hafen sind und so mussten wir rechtzeitig reagieren und nach zwei vollendeten Wettfahrten abbrechen.“ Bei den Laser Standard führt derzeit der Belgier Sam Vandormael vor dem Dänen Patrick Döpping. Bester Deutscher ist hier der Hamburger Nik Aaron Willim auf Rang Fünf. Da die ersten sieben Plätze jeweils nur einen Punkt Vorsprung zueinander haben, wird es in den nächsten beiden Tagen im Rennen um die Plätze auf dem Treppchen nochmal sehr spannend. Die Britin Ellie Cumpsty, erst kürzlich Gewinnerin der Silbermedaille beim Europa Cup in Belgien, liegt auf dem ersten Platz der Laser Radial. Die Kielerin Pauline Liebig ist momentan die beste deutsche Starterin auf dem dritten Rang. In der männlichen Wertung der Laser Radial ist es ebenfalls sehr knapp. Der erste Platz (Marius Eidukevicius/Litauen) ist punktgleich mit dem zweiten (Ismael less Falcon/Spanien) und dritten Rang (Stanislaw Klimaszewski/Polen). Der Europa Cup wird noch bis kommenden Dienstag ausgetragen, morgen werden die Laser Radial auf der Medienbahn direkt vor dem Warnemünder Strand segeln und somit den Zuschauern vor Ort ganz nah sein.

Warnemünde bot erneut eine schöne Kulisse für alle Bootsklassen

© Pepe Hartmann

Ihren Regattaabschluss hatten heute die Segler der Klasse Kutter ZK10. Strahlende Sieger mit ausschließlich ersten Einzelplatzierungen wurden die Teterower um den Skipper Hubert Zisch, die schon oft in Warnemünde am Start waren. Wettfahrtleiterin Dagmar Loertz hatte Spaß an den drei Wettfahrten des heutigen Tages, auch wenn ihr Team vom Pech verfolgt war und sie sowohl einen Tracker als auch zwei Tonnen versehentlich in der Ostsee versenkten. Ein Einlaufbier an Land konnte die Segler aber wieder milde stimmen.

Auch die „Dickschiffe“ trieb die 2 Up & Down Regatta heute wieder aufs Wasser. Abgesehen von der Wertungsgruppe ORC 3/4, die die „Geronimo“ von Skipper Falk Einecke aus Berlin gewann, sind alle Sieger aus Hansestädten von der Ostseeküste. Der Stralsunder Conrad Brinkmann und seine Crew siegten mit ihrer „IMMAC Sputnik“ in der Gruppe Yardstick 1. Die „Fiefdeeler“ von Christian Schoenrock aus Rostock setzte sich in der Wertung Yardstick 2 durch. Das Team von Frank Haßler auf der „Fru Hansen“ (Lübeck) segelte auf dem Kurs in der Yardstick 3 Gruppe am schnellsten. Der zweite Rostocker Heimsieg ging an die „Kea“ von Robert Wenndorf, übrigens schon gestern beim Warnemünde Cup auf dem Siegertreppchen vertreten, in der Yardstick 4 und die Greifswalder um Karl Dehler auf der „Sporthotel“ freuen sich über ihren ersten Platz in der ORC 2 Wertung.

Sowohl gestern als auch heute konnten auch Bootslaien ihre versteckte Liebe zum Segeln entdecken. Die Aktion „Start Boating“ ermöglichte es allen Interessierten, in Hohe Düne an Bord zu gehen und Seeluft zu schnuppern. Die Organisatoren zeigten sich, trotz schlechten Wetters, mit der Teilnehmerzahl zufrieden. Es hatten sich vor Ort im Übrigen mehr Teilnehmer für das Ausprobieren eines Segelbootes als das Ausprobieren eines Motorbootes entschieden.

Weitere Segel-Ergebnisse:

Bootsklasse Führender (Steuermann) Herkunft

Laser 4.7 Giona Renggli Schweiz

Flying Dutchman Kay-Uwe Lüdtke Berlin

Streamline Hansi Feil Seebruck

Skippi 650 Marek Kloska Polen

 

vom 7. bis 15. Juli 2018